CD Review: Jan Hirte’s Blue Ribbon – Let it roll

Der in Berlin lebende Bluesgitarrist Jan Hirte und seine Band „Blue Ribbon“ haben ein neues Album veröffentlicht – „Let it roll“.

Jan Hirt - RollBlue Ribbon ist recht aktiv im Studio unterwegs, nach „Blue Ribbon“ (2012) und „Singing the Blues“ (2013) folgt nun die Jahresausgabe 2014. Bei „Singing the Blues“ hatte die Band die Sängerin Nayeli als musikalische Unterstützung ans Mikro gestellt, beim aktuellen Album ist es Elen Wendt die der Band ihre Stimme gab. Fans der deutschen Castingshow „Voice in Germany“ kennen die junge Berlinerin  die sich in die Herzen vieler Zuschauer und vor allem in das Team von Xavier Naidoo sang und spielte. In der Zeit konnte sie zahlreiche Erfahrungen sammeln, die sie nun bei acht Songs einbringen konnte.

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PR Ellen Wendt

Zum Album:
Der erste Song „Dark Shuffle“ ist das WarmUp der Band, Blues ohne Worte mit Orgel und Jan’s Gitarre. Beim zweiten Song gibt es nicht nur einen Rückblick auf die zurückliegende Jugendzeit sondern auch zum erstenmal Stimme, Elen singt „Sweet Sixteen“ – ihr persönliches WarmUp für den folgenden Song.
Blues Ribbon ist eine homogene Band, beim vielleicht besten Song des Albums „Any World That´s Changing“ fügt sich die junge Musikerin mit einen schönen Text und noch schönerem Gesang in die Band ein. Ein Slowblues der unter die Haut geht, mit feinem Saitenspiel von Jan, gut arrangiertem Bläsersatz und einer gefühlvollen Begleitung an den Tasten.

Und dann passiert es doch. Der mikrofonscheue Frontmann der Band  nimmt sich das Mikro und singt den Song „Breaking Up Somebody´s Home“. Warum Jan Hirte nicht öfters singt bleibt sein Geheimnis, an seiner Stimme gibt es wenig auszusetzen denn sie passt einfach zu dem Sound von Blue Ribbon.

Beim Willie-Dixon-Song „Bring It On Home“ wird es richtig groovig. Der Song „gehört“  Elen Wendt am Mikro und Matthias Falkenau am Keyboard. Bei 08-16 ist „Halbzeit“, wieder ein erfrischender Instrumentalsong.

„It´s All Right“ gehört wie „Any World That´s Changing“ zu den Highlights des Albums. Nach dem Titelsong “ Let It Roll“ werden Erinnerung an den kürzlich verstorbenen Musiker J.J.Cale geweckt, Jan spielt und singt dessen Song „I Got The Same Old Blues“. Eine persönliche Hommage an den Amerikaner der viele weltbekannte Songs geschrieben hatte.

Nach „Precious Secret“ gibt es eine gelungene Interpretation des Songs „A Good Man Is Hard to Find“ der von Eddie Green geschrieben und erstmals 1927 von Bessie Smith aufgenommen wurde. Mit dem Traditional „You Got To Walk That Lonesome Valley“  und schöner Akustikgitarre findet das Album sein Finale.

Zusammenfassung: (8,5 von 10*)
Jan Hirte hat „einen Lauf“ – mit seiner Band „Blue Ribbon“ und seinen anderen Projekten (First Class Blues Band). Ohne Zweifel gehört „Blue Ribbon“ zur Spitze der Blues und Rhythm & Blues Bands und Jan Hirte zu den bekanntesten Bluesgitarristen  in Deutschland. Die Band ist eine Einheit und doch findet jeder Musiker auf dem aktuellen Tonträger seine „Spielwiese“. Dadurch ist ein authentisches Album entsprechend dem Jan Hirtes Motto „The best in Blues you can get“ enstanden. Kaufempfehlung.

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Gruppenbild ohne Damen : Blues Ribbon
PR Jan Hirte

Albuminfo:
Titel:  Blue Ribbon – Let it Roll
Interpreten:
Jan Hirte  (voc, g)
Matthias Falkenau    (keys)
Uli Wagner   (b)
Thomas Alkier   (dr)
Patrick Braun   (sax)
Wolfram Segond von Banchet   (sax)
Elen Wendt   (voc)
Hattie St. John   (bvoc)
Songs : 12
Gesamtspielzeit: 42 min
Label: Stormy Monday Records
Coverart: Alex Duus
Medienbereitstellung: Jan Hirte & Stormy Monday Records 

Songliste:
01. Dark Shuffle (Falkenau/Hirte)    2:57
02. Sweet Sixteen (Hirte/Nayeli/Hoare)   4:04
03. Any World That´s Changing (Hirte/Wendt/Hoare)   4:04
04. Breaking Up Somebody´s Hoem (Jackson/Matthews)   4:13
05. Bring It On Home (Dixon)   3:50
06. 0 8 – 16 (Wagner)   2:31
07. It´s All Right (Falkenau/Wendt/Wagner/Hoare)   4:59
08. Let It Roll (Falkenau/Wendt/Hoare)   3:00
09. I Got The Same Old Blues (Cale)   3:19
10. Precious Secret (Hirte/Wendt/Hoare)   3:35
11.  A Good Man Is Hard To Find (Green)   2:48
12. You Got To Walk That Lonesome Valley  (Trad.)   2:45

Trailer zum Album (Vorstellung Songs)

 

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